Wo es einen No Deposit Bonus in der Schweiz überhaupt geben kann
Geldspiele im Internet sind in der Schweiz seit dem 1. Januar 2019 kein rechtsfreier Raum mehr. Das Geldspielgesetz (BGS) hat die Tür für ausländische Anbieter zugemacht und sie für Inlandanbieter unter Aufsicht geöffnet. Heute, im Jahr 2026, führt die Eidgenössische Spielbankenkommission (ESBK) exakt zehn lizenzierte Online-Casinos auf ihrer Liste, jedes davon die digitale Verlängerung eines konzessionierten Schweizer Landcasinos. Wer in der Schweiz online um echtes Geld spielen will, kommt an dieser Liste nicht vorbei — alles andere steht auf der Sperrliste.

Wer nach «No Deposit Bonus» sucht, hat allerdings eine Erwartung im Kopf, die das Schweizer Recht nicht spiegelt. Der typische No Deposit Bonus — eine Gutschrift allein für die Registrierung, ohne Einzahlung, ohne finanzielles Risiko — ist im ESBK-regulierten Markt eine ausgesprochen seltene Erscheinung. Die meisten konzessionierten Häuser locken Neukunden mit einem Einzahlungsbonus und Free Spins auf eine erste oder zweite Einzahlung. Das ist regulatorisch gewollt: Das BGS verlangt eine vollständige Identitätsprüfung, bevor jemand spielt, und der Spielerschutz setzt schon vor dem ersten Spin an, nicht erst beim Bonus.
Diese Seite schliesst die Lücke zwischen Wunsch und Wirklichkeit. Sie zeigt, welche der zehn ESBK-lizenzierten Anbieter überhaupt ein Bonusprogramm führen, wie deren Konditionen aussehen, was Spielerinnen und Spieler in Franken und Stunden kostet, und welche Alternativen es überhaupt gibt. Sie beschreibt, was die Aufsicht erlaubt — und was sie verbietet.
Aktualisiert am 30 Oktober 2026 und abgeglichen gegen die Liste der ESBK-lizenzierten Online-Casinos (Stand: 17. März 2026).
Inhaltsverzeichnis
- Das Prinzip: Warum «No Deposit» in der Schweiz kaum vorkommt
- Funktionsweise: Was «No Deposit» in der Schweiz tatsächlich bedeutet
- Rechtslage und Konzessionierung in der Schweiz
- Spielerschutz: Sozialkonzept, Spielsperre und Selbstanwendung
- Bonus und Prämie: Was die zehn ESBK-Häuser wirklich bieten
- Zahlungsmethoden und Auszahlungswege
- Die zehn ESBK-lizenzierten Online-Casinos im Überblick
- Auswahlraster: Welche Anbieter passen zu welchen Spielern
- Häufige Fragen
Das Prinzip: Warum «No Deposit» in der Schweiz kaum vorkommt
Wer im Ausland von Online-Casinos hört, kennt vor allem ein Versprechen: Konto eröffnen, Bonus kassieren, spielen. In der Schweiz funktioniert diese Kette aus drei Gründen nicht.
Erstens verlangt das BGS die vollständige Identitätsprüfung. Wer bei einem ESBK-lizenzierten Anbieter ein Konto eröffnet, muss einen amtlichen Ausweis vorlegen — Reisepass, Identitätskarte, Schweizer Aufenthaltsbewilligung oder Schweizer Führerausweis. Die Plattformen verifizieren nicht nur das Alter (mindestens 18 Jahre), sondern auch die Wohnadresse. Das passiert, bevor das erste Spiel startet. Ein anonymes Konto, an das ein Bonus ohne Einzahlung fliesst, kann es unter diesem Regime nicht geben.
Zweitens gehört zum Lizenzpaket ein Sozialkonzept, das Spielerinnen und Spieler mit häufigen oder hohen Einsätzen überprüft. Wer auffällt, muss Nachweise über die finanziellen Verhältnisse vorlegen; ohne ausreichende Mittel wird das Konto gesperrt. Die ESBK kontrolliert nicht erst im Nachhinein — die Schwelle greift, bevor ein Schaden entsteht. Ein No Deposit Bonus, der zum Drauflosspielen animiert, passt nicht in dieses Modell.
Drittens kontrolliert die Aufsicht die Werbung. Art. 74 BGS untersagt aufdringliche oder irreführende Werbung sowie Werbung, die sich an Minderjährige oder gesperrte Personen richtet. Werbung für unlizenzierte Spiele ist verboten. Ein No Deposit Bonus, der sich über aggressives Marketing verbreitet, fällt genau in dieses verbotene Feld. Die lizenzierten Anbieter setzen deshalb auf Einzahlungsboni — die sich an verifizierte, erwachsene, zahlungsfähige Spieler richten — und auf Free Spins, die an eine qualifizierende Einzahlung gekoppelt sind.
Das heisst nicht, dass es keine werthaltigen Bonusaktionen gibt. Wer «No Deposit» sucht, findet bei den ESBK-lizenzierten Häusern vor allem eines: Free Spins, die ohne zusätzliche Einzahlung auf eine Spielauswahl gutgeschrieben werden — typischerweise als Teil eines Willkommenspakets, das auf der ersten Einzahlung aufbaut, gelegentlich auch als Belohnung für die Verifikation des Kontos oder für die Anmeldung zum Newsletter. Die Funktionsweise dieser Angebote erklärt der nächste Abschnitt.
Funktionsweise: Was «No Deposit» in der Schweiz tatsächlich bedeutet
Die typische Form: Free Spins ohne Zusatz-Einzahlung
Bei den meisten ESBK-lizenzierten Anbietern kommt ein «No Deposit»-Element in Form von Free Spins vor, die an eine andere Aktion gekoppelt sind. So vergibt Mycasino.ch 200 Freispiele im Willkommenspaket, und zwar je CHF 0.10 wert, ohne separate Umsatzbedingung, gültig 72 Stunden nach Erhalt. Der Willkommensbonus selbst — 100 % bis CHF 300.– — verlangt allerdings eine Einzahlung von mindestens CHF 10.– und eine Aktivierung innerhalb von 7 Tagen. Die Free Spins sind die Zugabe, der Einzahlungsbonus ist die Bedingung.

Bei Jackpots.ch ist die Sache komplexer. Das Willkommenspaket umfasst bis zu CHF 2’200.– und 200 Freespins auf vier Einzahlungen verteilt; die erste Einzahlung wird zu 100 % bis CHF 700.– verdoppelt, die Freespins werden aber erst ab einer Mindesteinzahlung von CHF 100.– auf einer der Einzahlungen vergeben — und sie sind nur auf ausgewählten Spielen einlösbar. Auch hier gilt: Der Spieler zahlt, das Casino belohnt.
Ein No Deposit Bonus im engeren Sinne — eine Gutschrift allein für die Registrierung — taucht in den öffentlich zugänglichen Bonusbedingungen der zehn ESBK-Häuser nicht auf. Wer in der Schweiz online spielt, kommt um die erste Einzahlung nicht herum.
Woran man eine seriöse Aktion erkennt
Eine Bonusaktion, die an eine Einzahlung gekoppelt ist, hat drei Zahlen, die ein Spieler kennen muss: den Bonusbetrag, den Multiplikator (das «Umsatzbedingung»), und die Frist. Bei Mycasino.ch beträgt die Umsatzbedingung das 35-Fache des Bonusbetrags, umzusetzen innert 30 Tagen nach Aktivierung. Bei Jackpots.ch gilt das 30-Fache an Spielautomaten und das 300-Fache an Tischspielen, mit einer Standardfrist von einem Monat. Diese Zahlen klingen abstrakt, sind aber der Punkt, an dem ein Bonus entweder zu Geld wird oder im Haus verschwindet.
Drei Begriffe aus den Bonusbedingungen, die ein Leser kennen sollte:
- Aktivierungsfenster: Zeit zwischen Kontoeröffnung und erster Einzahlung, innert derer ein Willkommensbonus aktiviert werden muss. Bei Mycasino.ch sind das 7 Tage.
- Umsatzbedingung (Wagering Requirement): Der Faktor, mit dem der Bonusbetrag durchgespielt werden muss, bevor eine Auszahlung möglich ist. Das 35-Fache bedeutet, dass CHF 35.– an Spielumsatz generiert werden müssen, um CHF 1.– Bonus freizuspielen.
- Spielgewichtung: Nicht jedes Spiel zählt gleich stark. Spielautomaten zählen bei Jackpots.ch zu 100 %, Tischspiele zu einem Bruchteil. Wer den Bonus am falschen Spieltyp spielt, schleppt das Vielfache an Umsatz mit.
Diese Mechanik ist nicht versteckt, sondern steht in den Bonusbedingungen jedes Anbieters. Wer sie liest, weiss vorher, was nachher zählt.
Was die Aufsicht vorschreibt
Die ESBK schreibt die Bonusmechanik nicht im Detail vor. Sie verbietet aber, was unlauter wäre: irreführende Werbung, manipulative Anreize, Boni ohne klare Konditionen. Anbieter, die ein Sozialkonzept betreiben und ihre Werbung an verifizierte, volljährige Spieler richten, operieren innerhalb des Rahmens. Was am Ende zählt, ist das Kleingedruckte — und ein Spieler, der dieses Kleingedruckte liest, ist der Aufsicht schon einen Schritt voraus.
Rechtslage und Konzessionierung in der Schweiz
Die geschlossene Liste der zehn Lizenznehmer
Das Geldspielgesetz hat das Online-Casino-Geschäft in der Schweiz neu geordnet. Vor 2019 war es ein Graubereich, in dem ausländische Anbieter mit Lizenzen aus Malta oder Gibraltar Schweizer Kunden bedienten. Seit dem 1. Januar 2019 darf nur noch ein Schweizer Landcasino mit einer eidgenössischen Konzession seine Spielbankenspiele auch online anbieten — als digitale Verlängerung des stationären Betriebs. Diese Konstruktion bedeutet, dass jedes Online-Casino der Schweiz ein Schwestermarke eines realen Casinos ist.

Die ESBK führt die Liste dieser zehn Lizenznehmer, datiert auf den 17. März 2026. Es sind dies:
| Online-Marke | Stationäres Casino | Online seit |
|---|---|---|
| Jackpots.ch | Grand Casino Baden | 05.07.2019 |
| Casineo | Casino Locarno | 17.03.2026 |
| Swisscasinos | Casino Pfäffikon | 02.09.2019 |
| Pasino.ch | Casino Meyrin | 16.11.2020 |
| Mycasino.ch | Grand Casino Luzern | 22.08.2019 |
| 7melons | Grand Casino Bern | 15.09.2020 |
| StarVegas | Casino Interlaken | 24.02.2020 |
| Swiss4Win | Casino Lugano | 01.03.2021 |
| Casino777.ch | Casino Davos | 09.09.2019 |
| Admiral.ch | Casino Mendrisio | 16.07.2025 |
Wer auf einer anderen Seite spielt, spielt ohne ESBK-Konzession.
Aufsicht und Strafrahmen
Die ESBK beaufsichtigt die Online-Casinos; die Gespa (vormals Comlot) ist für Lotterien und Sportwetten zuständig. Beide Stellen sind beim Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartement angesiedelt. Wer ohne Schweizer Konzession Geldspiele an Schweizerinnen und Schweizer anbietet, macht sich strafbar — die ESBK spricht von einem Vergehen gegen das BGS, das sich gegen den Anbieter richtet, nicht gegen den Spieler.
Wer als Spielerin oder Spieler auf einer ausländischen Seite spielt, bewegt sich rechtlich in einer Grauzone. Die ESBK stellt klar, dass Spielende nicht verfolgt werden, aber spielen auf eigenes Risiko: kein Schweizer Spielerschutz, keine Schweizer Aufsicht, keine Garantie, dass Gewinne ausgezahlt werden. Ausländische Seiten landen auf der nationalen Sperrliste und werden auf DNS-Ebene blockiert (Art. 86 BGS).
Werbung und ihre Grenzen
Art. 74 BGS regelt die Werbung für Geldspiele: Sie darf nicht aufdringlich oder irrefühend sein, nicht Minderjährige ansprechen und nicht für unlizenzierte Spiele werben. Eine konkrete Bonus-Obergrenze (etwa: maximal CHF 500.– Willkommensbonus) sieht das Gesetz nicht vor. Die Aufsicht kontrolliert, ob die Werbung fair ist und die Konditionen transparent dargestellt werden. Es ist die Pflicht der Anbieter, ihre Bonusbedingungen klar auszuweisen.
Besteuerung der Gewinne
Gewinne aus Schweizer Online-Casinos sind bis CHF 1’000’000.– steuerfrei (indexiert; für 2026 etwa CHF 1,07 Mio.). Darüber fällt eine Verrechnungssteuer von 35 % auf den Mehrbetrag an (Art. 24 lit. ibis DBG). Gewinne aus ausländischen oder unlizenzierten Online-Casinos sind ab dem ersten Franken steuerpflichtig. Das ist ein handfester Vorteil der ESBK-lizenzierten Anbieter: Ein Glücksspielgewinn von einer Million Franken bleibt in der Tasche, sofern er bei einem Schweizer Anbieter fällt — bei einem ausländischen Anbieter fällt ab dem ersten Franken die Einkommenssteuer an.
Spielerschutz: Sozialkonzept, Spielsperre und Selbstanwendung
Das Sozialkonzept — wer auffällt, wird überprüft
Das BGS verlangt von jedem konzessionierten Casino ein Sozialkonzept. Dieses Konzept definiert, wie das Personal Spielerinnen und Spieler erkennt, die ein riskantes Spielverhalten zeigen, und wie es darauf reagiert. Swiss Casinos, der Branchenverband, hat auf spielerschutz.swisscasinos.ch das Vorgehen dokumentiert: Spielerinnen und Spieler, die häufig oder mit hohen Einsätzen spielen, werden aufgefordert, Nachweise über ihre finanziellen Verhältnisse vorzulegen. Wer keine Unterlagen einreicht oder wessen finanzielle Lage das Spiel nicht trägt, wird gesperrt. Die Schwelle ist nicht öffentlich beziffert — sie liegt in der Einschätzung des Casinos.
Die Spielsperre — schweizweit und seit 2025 auch in Liechtenstein
Eine Spielsperre in der Schweiz gilt umfassend. Eine bei Jackpots.ch beantragte Spielsperre etwa erstreckt sich auf alle konzessionierten Spielbankenspiele in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein. Das ist seit dem 7. Januar 2025 der Fall. Eine Sperre wird auf Antrag ausgesprochen; freiwillig oder behördlich, je nach Situation. Wer gesperrt ist, kann frühestens nach drei Monaten die Aufhebung beantragen — und auch nur, wenn der Sperrgrund nicht mehr besteht.
Für die freiwillige Spielsperre bei Mycasino.ch verlangt der Anbieter eine Kopie eines gültigen amtlichen Ausweisdokuments: Pass, Identitätskarte, Schweizer Aufenthaltsbewilligung oder Schweizer Führerausweis. Das ist die Preiskontrolle: Wer sich selber sperrt, weiss genau, wer er ist, und das Casino auch.
Selbst gewählte Limits und Pausen
Die lizenzierten Anbieter geben Spielerinnen und Spielern Werkzeuge an die Hand, die über die gesetzlichen Pflichten hinausgehen. Bei Jackpots.ch lässt sich ein Einzahlungslimit für einen selbst gewählten Zeitraum festlegen — etwa ein wöchentliches Limit von CHF 50.–. Auch eine Spielpause zwischen 15 Minuten und maximal 6 Monaten ist möglich, wahlweise für alle Angebote oder nur für ausgewählte Spielkategorien. Bei Mycasino.ch finden sich Einzahlungslimiten, Verlustlimiten, Erinnerungsfunktionen zur Reduktion der Spielzeit, ein Selbsttest sowie Spielpausen und freiwillige Spielsperre. Die Palette ist breit, die Anwendung Sache des Spielers.
Drei Werkzeuge, die jeder ESBK-lizenzierte Anbieter vorhält:
- Einzahlungslimit: Deckel für den Geldbetrag, der pro Tag, Woche oder Monat eingezahlt werden kann.
- Verlustlimit: Obergrenze für den Betrag, der netto verloren werden darf.
- Spielpause oder Selbstausschluss: Temporäre Sperre (15 Minuten bis 6 Monate) oder dauerhafte Sperre (mindestens 3 Monate, Aufhebung nur auf Antrag).
Diese Werkzeuge greifen, bevor ein Schaden entsteht — nicht erst, wenn die Schulden drücken.
Bonus und Prämie: Was die zehn ESBK-Häuser wirklich bieten
Das Willkommenspaket als Standard
Wer bei einem ESBK-lizenzierten Anbieter ein Konto eröffnet, bekommt in der Regel einen Einzahlungsbonus auf die erste Einzahlung. Das Spektrum reicht von 100 % bis zu einer bestimmten Obergrenze; Free Spins gehören meistens dazu. Bei Mycasino.ch sind das 100 % bis CHF 300.– plus 200 Freispiele; bei Jackpots.ch bis zu CHF 2’200.– und 200 Freespins über vier Einzahlungen. Die Bandbreite ist gross, die Mechanik ist verwandt.
Was variiert, ist die Umsatzbedingung. Bei Mycasino.ch ist es das 35-Fache des Bonusbetrags innert 30 Tagen. Bei Jackpots.ch das 30-Fache an Spielautomaten und das 300-Fache an Tischspielen, ebenfalls mit einer Standardfrist von einem Monat. Diese Zahlen sind der Punkt, an dem sich zeigt, wie viel ein Bonus tatsächlich wert ist.
Wo Free Spins ohne Einzahlung vorkommen
Bei den zehn ESBK-Häusern finden sich Free-Spins-Angebote, die nicht an eine separate Einzahlung gekoppelt sind. Mycasino.ch vergibt 200 Freispiele (je CHF 0.10) im Willkommenspaket, ohne Umsatzbedingung, gültig 72 Stunden. Jackpots.ch vergibt 200 Freespins auf vier Einzahlungen verteilt, ab einer Mindesteinzahlung von CHF 100.–, nur auf ausgewählten Spielen. Das ist die Schweiz-Variante des No Deposit Bonus: nicht eine Gutschrift auf das Konto, sondern Freispiele auf ausgewählten Spielen, deren Wert direkt an eine Bonusaktion gebunden ist.
Was die Aufsicht nicht kontrolliert — und was sie verlangt
Die ESBK reguliert die Bonusstruktur nicht im Detail. Sie verlangt, dass die Werbung fair ist, dass die Bedingungen transparent dargestellt werden und dass kein Bonus als Lockmittel für gesperrte Personen oder Minderjährige dient. Was am Ende zählt, ist das Kleingedruckte. Wer einen Bonus aktiviert, ohne die Umsatzbedingung, die Frist und die Spielgewichtung zu kennen, verschenkt Geld.
Zahlungsmethoden und Auszahlungswege
Lokale Zahlungsmittel dominieren
Die ESBK-lizenzierten Anbieter akzeptieren vor allem Schweizer Franken und lokale Zahlungsmittel. TWINT ist allgegenwärtig: Jackpots.ch, Casineo, Swiss Casinos, Pasino.ch, Mycasino.ch (über Drittanbieter), 7melons, StarVegas.ch, Swiss4win.ch, Casino777.ch und Admiral.ch nehmen TWINT an. PostFinance ist ähnlich verbreitet. Kreditkarten (Visa, Mastercard) gehören zum Standard; Apple Pay ist mehrheitlich verfügbar; paysafecard findet sich bei mehreren Anbietern. Skrill und Neteller akzeptieren Pasino.ch, StarVegas.ch und Admiral.ch. Banküberweisung ist überall möglich. Krypto-Zahlungen sind im ESBK-regulierten Markt praktisch nicht zu finden.
Mindestbeträge und Gebühren
Die Mindesteinzahlung liegt bei den meisten Anbietern bei CHF 10.–. Casineo.ch nennt diesen Betrag explizit für alle Einzahlungsmethoden; Pasino.ch ebenfalls. Mycasino.ch erhebt weder für Ein- noch für Auszahlungen Gebühren. Casino777.ch verzichtet auf Einzahlungsgebühren. Bei Jackpots.ch fallen für TWINT-Einzahlungen keine Zusatzgebühren an, und die Gutschrift erfolgt sofort nach Bestätigung in der TWINT-App. Die Mindestbeträge sind niedrig genug, um auch Gelegenheitsspielern den Einstieg zu ermöglichen.
Auszahlungen — Dauer und Beschränkungen
Auszahlungen bei Jackpots.ch erfolgen ausschliesslich auf ein Schweizer Bank- oder Postkonto, das auf den eigenen Namen lautet — Kreditkarte und Revolut sind ausgeschlossen. Die Banküberweisung ist die langsamste Methode und dauert 1 bis 2 Werktage. Bei Mycasino.ch dauern Auszahlungen 1 bis 3 Werktage, abhängig von Wochentag, Uhrzeit und Bank. Der Mindestauszahlungsbetrag liegt bei Mycasino.ch bei CHF 10.–; liegt das Guthaben darunter, kann es vollständig ausgezahlt werden.
Was die Spieler wissen sollten
Zwei Punkte, die sich aus den Zahlungsmodalitäten ergeben:
- Geschwindigkeit: Wer am selben Tag auszahlen will, ist bei TWINT-Einzahlungen mit Wallet-Auszahlung besser bedient als bei Banküberweisung. 1 bis 2 Werktage ist die Norm.
- Identitätsprüfung: Die Auszahlung geht nur auf das eigene Schweizer Konto. Wer ein Revolut-Konto oder eine ausländische Karte verwendet, muss den Umweg über ein Schweizer Konto gehen — oder das Geld bleibt beim Casino.
Die zehn ESBK-lizenzierten Online-Casinos im Überblick
Jackpots.ch — der Pionier aus Baden
Jackpots.ch ist die Online-Verlängerung des Grand Casino Baden und seit dem 5. Juli 2019 eines der ersten ESBK-lizenzierten Online-Casinos überhaupt. Der Anbieter führt über 2’500 Spiele, das Live-Casino wird unter anderem von Evolution und Pragmatic Play beliefert. Das Willkommenspaket umfasst bis zu CHF 2’200.– und 200 Freespins auf vier Einzahlungen, mit 100 % bis CHF 700.– auf die erste Einzahlung; die Freespins werden ab einer Mindesteinzahlung von CHF 100.– vergeben und sind nur auf ausgewählten Spielen einlösbar. Die Umsatzbedingung beträgt das 30-Fache des Bonusbetrags an Spielautomaten und das 300-Fache an Tischspielen, mit einer Standardfrist von einem Monat. Bei den Zahlungsmethoden ist TWINT ohne Zusatzgebühren und sofort verfügbar; Auszahlungen gehen nur auf ein Schweizer Bank- oder Postkonto, die Banküberweisung dauert 1 bis 2 Werktage.
Ein Haus, das die Lizenz seit 2019 trägt und das Bonusangebot über vier Einzahlungen streut — wer mit kleinen Beträgen startet, bekommt nicht den vollen Bonus. Die 300-fache Umsatzbedingung an Tischspielen ist abschreckend: Wer Roulette oder Blackjack spielt, sollte den Bonus besser an Slots freispielen.
Casineo — der Neue aus Locarno
Casineo ist die jüngste Lizenz im Feld: Die Online-Verlängerung des Casino Locarno erhielt am 17. März 2026 ihre ESBK-Konzession. Die Mindesteinzahlung beträgt für alle Einzahlungsmethoden CHF 10.–; zu den Zahlungsmethoden gehören TWINT, Kreditkarten und PostFinance. Casineo ist neu auf dem Markt — ein etabliertes Bonusprogramm oder ein Live-Casino mit breiter Spielauswahl ist aus den vorliegenden Angaben nicht ableitbar.
Ein Haus, das seit März 2026 lizenziert ist und dessen Angebot sich noch entwickelt. Wer hier spielt, ist eher unter den Ersten als unter den Letzten.
Swisscasinos — die Marke aus Pfäffikon
Swiss Casinos betreibt online.swisscasinos.ch als Verlängerung des Casino Pfäffikon, online seit dem 2. September 2019. Akzeptiert werden Kreditkarten (Visa, Mastercard, Diners Club, Discover), TWINT, Apple Pay, PostFinance inklusive E-Finance, paysafecard und Banküberweisung. Die Palette der Zahlungsmethoden ist breit, darunter auch Diners Club und Discover, die nicht jeder Anbieter führt.
Eine etablierte Marke mit breiter Zahlungspalette. Für Spielerinnen und Spieler, die mit einer Diners- oder Discover-Karte einzahlen wollen, ist dies eine der raren Anlaufstellen.
Pasino.ch — das Haus aus Meyrin
Pasino.ch ist die Online-Verlängerung des Casino Meyrin und seit dem 16. November 2020 lizenziert. Der Anbieter akzeptiert TWINT, Apple Pay, Visa und Mastercard, PostFinance, paysafecard, Neteller und Skrill sowie Banküberweisungen — eine der breitesten Zahlungspaletten im Feld. Die Mindesteinzahlung beträgt CHF 10.–, der Mindestauszahlungsbetrag CHF 0.01. Damit ist Pasino.ch eine Ausnahme: Die meisten Anbieter setzen CHF 10.– als Minimum auch für Auszahlungen.
Ein Haus, das bei E-Wallets (Skrill, Neteller) und Auszahlungs-Schwellen aus dem Rahmen fällt. Für Spieler mit kleineren Gewinnen, die ihr Geld ohne Mindestbetrag abheben wollen, ist das ein Vorteil.
Mycasino.ch — der Slot-Riese aus Luzern
Mycasino.ch ist die Online-Verlängerung des Grand Casino Luzern und seit dem 22. August 2019 lizenziert. Der Anbieter führt über 3’000 Spiele, das Live-Casino wird unter anderem von Pragmatic Play, Hacksaw Gaming, Greentube und Evolution Gaming beliefert. Der Willkommensbonus umfasst 100 % bis CHF 300.– plus 200 Freispiele; die Aktivierung muss innerhalb von 7 Tagen nach Registrierung bei einer Mindesteinzahlung von CHF 10.– erfolgen. Die Umsatzbedingung ist das 35-Fache des Bonusbetrags innert 30 Tagen. Die 200 Freispiele sind je CHF 0.10 wert, ohne separate Umsatzbedingung, gültig 72 Stunden nach Erhalt. Mycasino.ch erhebt weder für Ein- noch für Auszahlungen Gebühren, Auszahlungen dauern 1 bis 3 Werktage.
Eines der grössten Spielangebote im Feld, mit einem Willkommenspaket, das durch die Umsatzbedingung von 35× definiert ist. Wer das Maximum herausholen will, muss etwa 29 Stunden aktiv an Slots spielen — machbar, aber kein Zufallsprodukt.
7melons — das Haus aus Bern
7melons ist die Online-Verlängerung des Grand Casino Bern und seit dem 15. September 2020 lizenziert. Akzeptiert werden TWINT, Visa, Mastercard, Apple Pay, PostFinance und paysafecard; der Mindestbetrag liegt bei CHF 10.–, bei PostFinance beträgt der Höchstbetrag CHF 100’000.–. Die obere Grenze für PostFinance-Einzahlungen ist explizit hoch — wer sechsstellige Beträge einzahlen will, findet hier eine der wenigen Plattformen, die das ohne Rückfrage abwickelt.
Eine Marke mit klaren Limits: Niedrige Mindesteinzahlung, hohe Obergrenze bei PostFinance. Für High Roller eine Anlaufstelle, für Gelegenheitsspieler unauffällig.
StarVegas — das Haus aus Interlaken
StarVegas.ch ist die Online-Verlängerung des Casino Interlaken und seit dem 24. Februar 2020 lizenziert. Akzeptiert werden VISA/Mastercard, TWINT, Skrill/Neteller, Apple Pay, PostFinance, Aircash Abon und paysafecard; die Mindesteinzahlung beträgt CHF 10.–. Die Zahlungspalette ist breit; Aircash Abon ist eine Schweizer Prepaid-Lösung, die nicht jeder Anbieter führt.
Eine solide Marke mit ungewöhnlicher Prepaid-Option. Für Spieler, die anonym mit Karte einzahlen wollen, ohne ein Bankkonto zu binden, ist das ein relevanter Punkt.
Swiss4Win — das Haus aus Lugano
Swiss4win.ch ist die Online-Verlängerung des Casino Lugano und seit dem 1. März 2021 lizenziert. Der Anbieter bewirbt TWINT-Einzahlungen ab einem Mindestbetrag von CHF 10.– ohne Zusatzgebühren, mit sofortiger Gutschrift nach Bestätigung in der TWINT-App. Eine schmale, klare Auszahlung: Wer TWINT nutzt, bekommt es ohne Wenn und Aber.
Ein Haus, das auf TWINT als Hauptzahlweg setzt. Wer mit Schweizer E-Wallet spielt, ist hier richtig.
Casino777.ch — das Haus aus Davos
Casino777.ch ist die Online-Verlängerung des Casino Davos und seit dem 9. September 2019 lizenziert. Akzeptiert werden Visa, Mastercard, TWINT, Apple Pay, Paysafecard, PostFinance Card sowie Banküberweisung; Einzahlungsgebühren erhebt der Anbieter nicht. Eine breite Palette ohne Skrill/Neteller — wer E-Wallets aus dem Ausland nutzt, ist hier nicht bedient.
Eine Marke, die auf Kartenzahlung und TWINT setzt und auf Gebühren verzichtet. Wer ohne Zusatzkosten einzahlen will, ist hier richtig.
Admiral.ch — der Neue aus Mendrisio
Admiral.ch ist die Online-Verlängerung des Casino Mendrisio und seit dem 16. Juli 2025 lizenziert — die zweitjüngste Lizenz im Feld. Akzeptiert werden Visa/Mastercard, Skrill, Neteller, Paysafecard, Apple Pay und TWINT. Die Zahlungspalette ist breit, mit Skrill und Neteller als E-Wallets.
Ein Haus, das seit Juli 2025 lizenziert ist und mit E-Wallets wirbt. Für Spieler, die Skrill oder Neteller gewohnt sind, eine Alternative zu den älteren Häusern.
Auswahlraster: Welche Anbieter passen zu welchen Spielern
Wer eines der zehn ESBK-Häuser wählt, sollte nicht nur auf den Bonus schauen. Drei Merkmale entscheiden, ob ein Anbieter passt:
Zahlungsmittel
Wer mit TWINT einzahlt, hat die grösste Auswahl — fast alle zehn Häuser akzeptieren TWINT. Wer Apple Pay nutzt, ist bei acht Häusern richtig. Skrill und Neteller führen nur Pasino.ch, StarVegas.ch und Admiral.ch. Wer auf eine Diners- oder Discover-Karte setzt, landet bei Swiss Casinos. Die Wahl des Zahlungsmittels grenzt das Feld schnell ein.
Bonusstruktur
Wer den vollen Bonus will, muss die Umsatzbedingung halten können. Mycasino.ch (35× Bonus innert 30 Tagen) ist strenger als Jackpots.ch an Slots (30× innert 30 Tagen). Wer nicht regelmässig spielt, sollte einen Anbieter mit niedrigerer Umsatzanforderung oder höherem Free-Spins-Anteil wählen. Mycasino.ch vergibt 200 Freispiele ohne separate Umsatzbedingung — das ist im Feld ein Vorteil.
Spielangebot
Wer ein grosses Live-Casino sucht, ist bei Mycasino.ch (über 3’000 Spiele) und Jackpots.ch (über 2’500 Spiele) gut aufgehoben. Beide führen Live-Spiele von Evolution und Pragmatic Play. Wer kleinere Häuser bevorzugt, findet bei Casineo oder Admiral.ch eine neuere, weniger überladene Plattform.
Häufige Fragen
Ist «No Deposit Bonus» in der Schweiz legal?
Rechtlich nicht verboten — aber praktisch kaum vorhanden. Das BGS verlangt die vollständige Identitätsprüfung, bevor jemand spielt, und reguliert die Werbung. Die ESBK-lizenzierten Anbieter locken deshalb primär mit Einzahlungsboni und Free Spins auf qualifizierende Einzahlungen. Eine Gutschrift allein für die Registrierung, wie sie ausländische Anbieter kennen, ist im Schweizer Markt eine Rarität.
Woran erkenne ich ein von der ESBK lizenziertes Online-Casino?
Jedes lizenzierte Haus trägt einen Hinweis auf die ESBK-Konzession und ist auf der offiziellen Liste der ESBK zu finden. Die Liste umfasst exakt zehn Anbieter, jeder davon die Online-Verlängerung eines Schweizer Landcasinos. Wer auf einer Plattform spielt, die nicht auf dieser Liste steht, spielt ohne ESBK-Konzession und ohne Schweizer Spielerschutz.
Wie funktioniert eine Spielsperre in der Schweiz?
Eine Spielsperre gilt schweizweit und seit dem 7. Januar 2025 auch in Liechtenstein. Sie wird auf Antrag ausgesprochen — freiwillig oder behördlich — und sperrt den Zugang zu allen konzessionierten Spielbankenspielen. Wer sich selber sperrt, muss einen amtlichen Ausweis vorlegen. Die Aufhebung ist frühestens nach drei Monaten möglich und nur, wenn der Sperrgrund nicht mehr besteht.
Sind Casino-Gewinne in der Schweiz steuerfrei?
Gewinne aus ESBK-lizenzierten Online-Casinos sind bis CHF 1’000’000.– steuerfrei (indexiert, rund CHF 1,07 Mio. für 2026). Darüber fällt eine Verrechnungssteuer von 35 % auf den Mehrbetrag an. Gewinne aus ausländischen oder unlizenzierten Anbietern sind ab dem ersten Franken steuerpflichtig. Ein wesentlicher Unterschied, der bei grossen Gewinnen ins Gewicht fällt.
Was passiert mit ausländischen Casino-Seiten auf der Sperrliste?
Die ESBK führt eine Sperrliste mit ausländischen Anbietern, die ohne Schweizer Konzession in den Markt drängen. Die Seiten werden auf DNS-Ebene blockiert (Art. 86 BGS). Schweizer Provider sind verpflichtet, den Zugang zu unterbinden. Wer dennoch spielt, bewegt sich rechtlich in einer Grauzone: Die ESBK verfolgt Spielerinnen und Spieler nicht, weist aber darauf hin, dass auf einer ausländischen Seite kein Schweizer Spielerschutz gilt.
Welche Zahlungsmethoden bieten Schweizer Online-Casinos an?
TWINT ist allgegenwärtig und funktioniert bei fast allen zehn Anbietern ohne Gebühren. PostFinance, Visa und Mastercard gehören zum Standard. Apple Pay ist bei acht Häusern verfügbar. paysafecard bei mehreren. Skrill und Neteller nur bei Pasino.ch, StarVegas.ch und Admiral.ch. Krypto-Zahlungen werden im ESBK-regulierten Markt praktisch nicht angeboten. Auszahlungen gehen auf ein Schweizer Bank- oder Postkonto auf den eigenen Namen; Kreditkarte und Revolut sind ausgeschlossen.
Wie lange braucht man, um einen Bonus freizuspielen?
Eine Rechnung, die jeder Interessent im Kopf durchspielen sollte. Nehmen wir das Mycasino-Willkommenspaket: Einzahlung CHF 300.–, Bonus CHF 300.–, Umsatzbedingung 35-fach. Der geforderte Umsatz ist 300 × 35 = CHF 10’500.–. An einem Spielautomaten mit einem durchschnittlichen Einsatz von CHF 0.50 pro Spin sind das 21’000 Spins. Bei einer Spieldauer von 5 Sekunden pro Spin ergibt das rund 105’000 Sekunden — etwa 29 Stunden aktives Spiel innert 30 Tagen.
An einem höheren Einsatz ändert sich das Bild. Bei CHF 1.– pro Spin halbieren sich die Spins und damit die Stunden. Bei CHF 0.20 pro Spin verdoppelt sich die Spielzeit. Wer nicht regelmässig spielt, wird die Frist kaum halten — und wer die Frist verpasst, verliert den Bonus samt den damit erzielten Gewinnen.
Diese Rechnung gilt für den Maximalbetrag. Wer nur CHF 50.– einzahlt und einen Bonus von CHF 50.– erhält, muss 50 × 35 = CHF 1’750.– umsetzen, das sind 3’500 Spins à CHF 0.50, etwa 4,9 Stunden über den Monat verteilt. Das ist machbar, auch für Gelegenheitsspieler.
Den vollständigen Überblick gibt unser Ratgeber zu Online-Casinos mit TWINT.
Weiter geht es mit Bester Willkommensbonus im Online-Casino Schweiz im Test.
