Autoplay in Schweizer Online-Casinos: Wege durch ein geschlossenes Angebot
Ein Klick auf «Start», dann läuft ein Spielautomat von selbst. Wer in der Schweiz «online casino mit autoplay» sucht, landet in einem Markt, der mit zehn Anbietern kleiner nicht sein könnte. Diese zehn sind nicht irgendeine Top-Ten-Liste einer Redaktion – es sind nach dem Geldspielgesetz sämtliche Marken, denen die Eidgenössische Spielbankenkommission überhaupt eine Online-Erweiterung ihrer landbasierten Konzession erteilt hat. Wer eine andere Marke im Netz spielt, spielt ohne Schweizer Bewilligung und damit ohne den Schutzrahmen, den das Gesetz für diese zehn vorsieht.

Stand der Daten: 1 Oktober 2026, geprüft gegen die Liste der ESBK vom 17. März 2026.
Inhaltsverzeichnis
- Überblick: Was Autoplay in einem Online-Casino eigentlich heisst
- Rechtslage: Warum es in der Schweiz nur diese zehn gibt
- Spielerschutz: Was die ESBK von jedem der zehn verlangt
- Spielauswahl: Welche Spiele die Autoplay-Funktion tragen
- Zahlungswege: Wie Geld auf das Konto und zurück kommt
- Boni und ihre Kosten: Was die Willkommenspakete tatsächlich verlangen
- Die zehn Marken im Vergleich: Was sie auszeichnet und für wen sie passen
- Wahl nach Lesertyp: Welche Marke zu welcher Spielweise passt
- Funktion und Mechanik: Wie Autoplay in einem Slot eigentlich arbeitet
- Besteuerung von Gewinnen: Was die Schweiz davon zurückbehält
- Sperrliste und ausländische Angebote: Was im Hintergrund passiert
- Häufig gestellte Fragen
Überblick: Was Autoplay in einem Online-Casino eigentlich heisst
Autoplay ist keine eigene Spielkategorie und kein eigener Anbieter – es ist eine Funktion, die heute in praktisch jedem Video-Slot steckt. Wer sie aktiviert, legt Einsatz, Anzahl der Drehungen und oft ein Verlust- oder Single-Win-Limit fest, und der Slot spielt sich ohne weitere Klicks ab, bis die Runden durch sind oder ein Stopp-Kriterium zuschlägt. Bei den meisten Schweizer Anbietern läuft Autoplay auch auf dem Smartphone, und es lässt sich jederzeit mit einem einzigen Druck abbrechen. So beschreibt es jedes der zehn lizenzierten Häuser in seinen Spielregeln, ohne es besonders zu vermarkten – die Funktion ist Teil des Spielgeräts, nicht ein Bonus.

Daraus ergibt sich die Grundprinzipien-Tabelle, die den Vergleich über alle zehn Marken hinweg öffnet. Sie zeigt, wer hinter dem Online-Auftritt steht, seit wann er im Netz aktiv ist und welche Funktionen das Thema Autoplay dort trägt. Hinter jeder Zeile steht ein landbasiertes Casino, das bereits über eine eidgenössische Konzession verfügte, bevor es online ging – das ist die rechtliche Voraussetzung, kein Marketing-Versprechen.
| Anbieter | Landbasiertes Casino dahinter | Online seit | Autoplay-Funktionen |
|---|---|---|---|
| Admiral | Casino Mendrisio | 16.07.2025 | Spielseitig verfügbar, hauseigener Rahmen |
| Swiss4Win | Casino Lugano | 01.03.2021 | Spielseitig verfügbar, hauseigener Rahmen |
| Mycasino | Grand Casino Luzern | 22.08.2019 | Spielseitig verfügbar, hauseigener Rahmen |
| Jackpots | Grand Casino Baden | 05.07.2019 | Spielseitig verfügbar, hauseigener Rahmen |
| 7melons | Grand Casino Bern | 15.09.2020 | Spielseitig verfügbar, hauseigener Rahmen |
| Casino777 | Casino Davos | 09.09.2019 | Spielseitig verfügbar, hauseigener Rahmen |
| Casineo | Casino Locarno | 17.03.2026 | Spielseitig verfügbar, hauseigener Rahmen |
| Pasino | Casino Meyrin | 16.11.2020 | Spielseitig verfügbar, hauseigener Rahmen |
| StarVegas | Casino Interlaken | 24.02.2020 | Spielseitig verfügbar, hauseigener Rahmen |
| Swisscasinos | Casino Pfäffikon | 02.09.2019 | Spielseitig verfügbar, hauseigener Rahmen |
Die Spalte zu den Autoplay-Funktionen bleibt über alle zehn Zeilen gleich, weil sie es auch in der Realität ist: Jedes lizenzierte Haus überlässt die Autoplay-Mechanik den Spielherstellern – Evolution, Pragmatic Play, Hacksaw Gaming, Greentube und weitere – und schreibt keine eigenen Regeln obendrauf. Was zwischen den Marken wirklich unterscheidet, ist der Rahmen: Anzahl Spiele, Live-Casino-Partner, Zahlungswege, Bonusbedingungen, Spielschutzinstrumente. Wer mit Autoplay spielen will, hat diese zehn Marken – die Frage ist, welche davon zu den eigenen Vorstellungen von Tempo, Budget und Spieltiefe passt.
Der grosse Hebel liegt ohnehin nicht in der Autoplay-Funktion selbst, sondern im Spiel, in dem sie läuft. Wer ein bestimmtes Slot-Thema oder einen bestimmten Provider sucht, entscheidet damit indirekt auch über die Marke, weil nicht jeder Anbieter denselben Katalog führt. Jackpots wirbt mit «2’500+ Top Casino-Spielen», Mycasino nennt über 3’000 Spiele, die anderen nennen keine Zahl – das ist die eine Stelle, an der sich das Angebot messbar verzweigt.
Rechtslage: Warum es in der Schweiz nur diese zehn gibt
Wer in der Schweiz ein Geldspiel im Internet anbieten will, braucht eine Konzession. Das Geldspielgesetz, seit dem 1. Januar 2019 in Kraft, kennt allerdings keine eigenständige Online-Konzession – eine Online-Spielbank darf nur betreiben, wer bereits eine landbasierte Konzession besitzt und diese um eine Online-Erweiterung ergänzt bekommt. Aufsichtsbehörde ist die Eidgenössische Spielbankenkommission, kurz ESBK; sie führt eine Liste, wer aktuell eine solche Erweiterung hält. Mit Stand vom 17. März 2026 sind es zehn Häuser – die Marken in der Übersicht «Überblick: Was Autoplay in einem Online-Casino eigentlich heisst», jede nach dem Stammhaus benannt, das hinter ihr steht. Eine elfte Marke aus dem Ausland kann nicht einfach beitreten.

Für den Spielenden bedeutet das eine ziemlich klare Trennlinie: Wer auf einer dieser zehn Domains spielt, spielt innerhalb des gesetzlichen Rahmens. Wer auf einer anderen Seite spielt – auch wenn sie auf Deutsch erreichbar ist, mit Franken wirbt und einen Schweizer Support anbietet – spielt auf einer Seite, die nach Schweizer Recht nicht zugelassen ist. Die ESBK pflegt eine Sperrliste solcher Angebote, und die Netzbetreiber sind verpflichtet, diese Liste per DNS-Block technisch durchzusetzen (Art. 86 BGS). Es geht also nicht um eine Frage des Geschmacks, sondern um eine Sperre auf Infrastrukturebene – wer mit einer Schweizer IP eine gesperrte Seite ansteuert, landet auf einer Stopp-Seite.
Die Konsequenz für eine Marke, die in der Schweiz Fuss fassen will, ohne im Konzessionsregister zu stehen: Sie macht sich strafbar. Das Gesetz richtet sich gegen den Anbieter, nicht gegen den Spielenden – die ESBK formuliert es selbst so, dass Spielerinnen und Spieler «auf eigenes Risiko» spielen, ohne Schweizer Schutz. Praktisch heisst das: keine Spielsperre, die auf der Seite selbst wirkt; keine Schweizer Aufsicht bei Streit; und steuerlich sind Gewinne ausländischer Anbieter ab dem ersten Franken einkommenssteuerpflichtig, während Schweizer Gewinne unterhalb einer Schwelle steuerfrei bleiben.
Wer überprüfen kann, ob eine Marke wirklich dazugehört
Die ESBK-Liste ist öffentlich und wird regelmässig aktualisiert. Sie ist die einzige Stelle, an der verlässlich steht, wer eine Online-Erweiterung hält. Domains, die nicht dort auftauchen, sind kein Beweis für eine verborgene Lizenz – Lizenzerweiterungen werden gerade nicht versteckt. Wer unsicher ist, ob eine neue oder unbekannte Marke seriös ist, geht dort hin, nicht in eine Vergleichstabelle. Eine Seite, die «lizenziert in der Schweiz» wirbt, ohne in der Liste zu stehen, bewirbt etwas, das nicht existiert.
Die Aufsicht beschränkt sich nicht auf die Konzession. Die ESBK prüft die Spielsoftware, achtet auf die Einhaltung des Sozialkonzepts und kann einer Marke im äussersten Fall die Konzession entziehen. Für Spielende ist dieser Hebel unsichtbar, bis er gebraucht wird – und gerade weil er gebraucht werden kann, ist er wirksam.
Spielerschutz: Was die ESBK von jedem der zehn verlangt
Das Geldspielgesetz schreibt nicht vor, wie viel jemand einzahlen oder setzen darf – es schreibt vor, dass jeder Anbieter ein Sozialkonzept betreibt. Das Konzept ist die Voraussetzung dafür, dass die Konzession überhaupt erteilt wird, und es definiert die Werkzeuge, die ein Spielender zur Selbststeuerung bekommt. Allen zehn Marken gemeinsam ist, dass sie diese Werkzeuge anbieten müssen; was sie unterscheidet, ist, wie sie sie präsentieren.
Bei Mycasino.ch sind Einzahlungslimiten, Verlustlimiten, eine Erinnerungsfunktion zur Reduktion der Spielzeit, ein Selbsttest sowie Spielpausen und freiwillige Spielsperre ausdrücklich aufgeführt. Bei Jackpots.ch lässt sich ein wöchentliches Einzahlungslimit setzen – das Beispiel der Website nennt CHF 50.- pro Woche – und eine Spielpause ist zwischen 15 Minuten und 6 Monaten wählbar, wahlweise für alle Angebote oder nur für einzelne Spielkategorien. Die anderen Marken geben weniger detailliert Auskunft, halten sich aber an denselben Rahmen.
Was diesen Rahmen besonders macht, ist seine Tragweite: Eine Spielsperre in der Schweiz gilt nicht nur für das Haus, bei dem sie beantragt wurde, sondern für alle konzessionierten Spielbanken in der ganzen Schweiz – und seit dem 7. Januar 2025 auch in Liechtenstein. Das steht wörtlich so in den Bedingungen von Jackpots.ch und wird von den anderen Marken sinngemäss übernommen. Wer sich also bei einem der zehn sperren lässt, ist automatisch auch bei den anderen neun gesperrt. Das ist der Punkt, an dem das System tatsächlich schützt – und der Grund, warum die Marken die Sperre nicht als Wettbewerbsnachteil behandeln.
Wirtschaftliche Verhältnisse als Sperrkriterium
Eine Regel, die im Ausland so nicht existiert: Wer in einem Schweizer Casino «häufig oder mit hohen Einsätzen» spielt, kann aufgefordert werden, Nachweise über die finanziellen Verhältnisse vorzulegen. Liegen die Unterlagen nicht vor oder reichen sie nicht aus, wird die Person gesperrt. Das ist nicht eine Disziplinarmassnahme im Einzelfall, sondern die in den Sozialkonzepten verankerte Routine; es ist der Mechanismus, mit dem das Geldspielgesetz sicherstellt, dass niemand spielt, der es sich nicht leisten kann. Die Schwelle, ab der ein Anbieter diese Nachweise anfordert, legt er selbst fest – es gibt keinen einheitlichen Franken-Wert. Was es gibt, ist die Pflicht, und sie greift.
Wer eine Spielsperre beantragt – freiwillig, nicht über die wirtschaftliche Prüfung – muss sich ausweisen. Bei Mycasino.ch wird eine Kopie eines gültigen amtlichen Ausweisdokuments verlangt, etwa Pass, Identitätskarte, Schweizer Aufenthaltsbewilligung oder Schweizer Führerausweis. Das ist die andere Seite der Identitätsprüfung, die bei allen zehn Marken sowieso bei der Registrierung läuft. Anonymes Spiel ist in einem Schweizer Online-Casino nicht möglich.
Spielauswahl: Welche Spiele die Autoplay-Funktion tragen
Autoplay selbst ist, wie gesagt, eine Funktion, kein Spiel. Sie steckt in den Video-Slots, die jeder der zehn Anbieter von einer Handvoll grosser Studios lizenziert. Wer auf Autoplay klickt, startet ein Spiel von NetEnt, Pragmatic Play, Hacksaw Gaming, Play’n GO, Greentube oder einem der anderen Namen, die in dieser Branche den Markt prägen – die Auswahl wird vom Casino kuratiert, die Mechanik kommt vom Studio.
Die Bandbreite ist trotz des geschlossenen Marktes beachtlich. Jackpots.ch wirbt mit «2’500+ Top Casino-Spielen». Mycasino.ch nennt über 3’000 Spiele und führt als Live-Casino-Partner Pragmatic Play, Hacksaw Gaming, Greentube und Evolution Gaming auf. Bei Jackpots.ch sind es für das Live-Casino unter anderem Evolution und Pragmatic Play. Was die übrigen sieben Marken an Zahl und Live-Partnern im Programm haben, ist aus den öffentlich einsehbaren Bereichen nicht durchgängig beziffert – die meisten halten sich mit konkreten Stückzahlen zurück. Die Spanne «einige Hundert bis mehrere Tausend Spiele» ist das, was ein Leser realistisch erwarten darf.
Wer mit Autoplay spielt, sollte wissen, dass Autoplay die Volatilität eines Spiels nicht verändert. Ein hochvolatiler Slot, der mit einem Spin zehn Minuten Stille und im nächsten einen grösseren Treffer produziert, wird durch Autoplay nicht berechenbarer – er wird nur bequemer. Wer Autoplay nutzt, sollte das Verlust- oder Single-Win-Limit setzen, das die meisten Spiele in den Autoplay-Einstellungen anbieten, und sich nicht darauf verlassen, dass ein Daumen über dem Stopp-Knopf reicht. Bei hohen Sessions ist ein vorher gesetztes Limit das einzige, das auch tatsächlich hält.
Live-Casino und Autoplay
Live-Casino-Spiele – Roulette, Blackjack, Game Shows – funktionieren mit Autoplay nur eingeschränkt. Manche Game Shows bieten Auto-Bet-Optionen an, klassisches Tischspiel gegen einen Croupier läuft aber von Hand. Für Spielende, die Autoplay als Tempo-Funktion suchen, ist das Live-Casino daher weniger relevant; für Spielende, die Autoplay als Komfort-Funktion suchen und ohnehin Slots bevorzugen, ist die Trennung kein Verlust. Wer beide Welten will, findet beides auf allen zehn Marken – sie unterscheiden sich in der Tiefe des Live-Katalogs, nicht in dessen Vorhandensein.
Zahlungswege: Wie Geld auf das Konto und zurück kommt
Alle zehn Marken teilen sich einen Kern von Zahlungswegen, der sich an den Schweizer Konsumgewohnheiten orientiert: TWINT, PostFinance, Kreditkarten von Visa und Mastercard, Apple Pay, Paysafecard und Banküberweisung. Was zwischen den Marken variiert, sind die Details – Mindestbeträge, maximale Beträge pro Methode, Gebühren, Auszahlungsdauer.
Swiss4Win hebt TWINT-Einzahlungen ab einem Mindestbetrag von CHF 10.- ohne Zusatzgebühren hervor, mit sofortiger Gutschrift, sobald die Zahlung in der TWINT-App bestätigt ist. Jackpots.ch verarbeitet TWINT-Einzahlungen ebenfalls sofort und ohne Zusatzgebühren. Bei 7melons liegt der Mindestbetrag generell bei CHF 10.-, und PostFinance hat einen Höchstbetrag von CHF 100’000.- – der Höchstwert, den einer der Anbieter öffentlich nennt. Casino777 erhebt für Einzahlungen keine Gebühren, unabhängig von der Methode. Bei Casineo beträgt die Mindesteinzahlung CHF 10.-, akzeptiert werden TWINT, Kreditkarten und PostFinance. Pasino.ch akzeptiert TWINT, Apple Pay, Visa, Mastercard, PostFinance, Paysafecard, Neteller, Skrill und Banküberweisungen, mit Mindesteinzahlung CHF 10.- und einem Mindestauszahlungsbetrag von CHF 0.01. StarVegas akzeptiert Visa/Mastercard, TWINT, Skrill/Neteller, Apple Pay, PostFinance, Aircash Abon und Paysafecard, Mindesteinzahlung CHF 10.-. Swiss Casinos akzeptiert Kreditkarten inklusive Diners Club und Discover, TWINT, Apple Pay, PostFinance inklusive E-Finance, Paysafecard und Banküberweisung. Admiral schliesslich nimmt Visa/Mastercard, Skrill, Neteller, Paysafecard, Apple Pay und TWINT.
Auf der Auszahlungsseite verlangsamt sich das Bild. Mycasino.ch erhebt weder für Ein- noch für Auszahlungen Gebühren und gibt 1 bis 3 Werktage als übliche Dauer an, abhängig von Wochentag, Uhrzeit und Bank. Bei Jackpots.ch ist die Banküberweisung die langsamste Methode und braucht 1 bis 2 Werktage, bis der Betrag auf dem eigenen Konto ist. Bei Mycasino.ch liegt der Mindestauszahlungsbetrag bei CHF 10.-; liegt das Guthaben darunter, kann es vollständig ausgezahlt werden. Jackpots.ch schränkt die Auszahlungsziele ein: Auszahlungen gehen ausschliesslich auf ein Schweizer Bank- oder Postkonto, das auf den eigenen Namen lautet – Kreditkarte und Revolut sind ausgeschlossen.
Diese letzte Bedingung hat mehr Gewicht, als sie auf den ersten Blick hat. Wer ein Schweizer Konto hat, merkt sie kaum. Wer keines hat – ein Grenzgänger, ein kürzlich Zugewanderter, jemand mit Konto im EU-Raum – bekommt ein Problem: Auszahlungen kommen schlicht nicht durch. Das ist kein Bonus-Argument, sondern eine strukturelle Einschränkung.
Boni und ihre Kosten: Was die Willkommenspakete tatsächlich verlangen
Boni sind das Werbeargument jeder Online-Spielbank und das Werbeargument, bei dem die Diskrepanz zwischen Bewerbung und Bedingungen am grössten ist. Bei den Schweizer Marken sind es im Wesentlichen zwei Modelle, die im Umlauf sind – ein prozentualer Match auf die erste Einzahlung plus ein Bündel Freispiele, oder ein gestaffeltes Paket über mehrere Einzahlungen. Beide lohnen sich nur, wenn man ihre Bedingungen kennt.
Jackpots.ch bewirbt einen Willkommensbonus von insgesamt bis zu CHF 2’200.- und 200 Freespins auf die ersten vier Einzahlungen, wobei die erste Einzahlung zu 100 % bis CHF 700.- verdoppelt wird. Die Freespins werden ab einer Mindesteinzahlung von CHF 100.- vergeben und sind nur auf ausgewählten Spielen einlösbar. Die Umsatzbedingung: das 30-Fache des Bonusbetrags bei Spielautomaten, das 300-Fache bei Tischspielen – diese letzte Zahl ist die teuerste der gesamten Branche, und sie gilt für ein Spiel, das per Autoplay gar nicht beworben wird. Die Frist ist standardmässig ein Monat.
Mycasino.ch bietet einen Willkommensbonus von 100 % auf die erste Einzahlung bis CHF 300.- plus 200 Freispiele. Die Aktivierung muss innerhalb von 7 Tagen nach Registrierung bei einer Mindesteinzahlung von CHF 10.- erfolgen. Der Bonusbetrag muss innerhalb von 30 Tagen nach Aktivierung 35-mal umgesetzt werden. Die 200 Freispiele sind je CHF 0.10 wert, unterliegen keiner Umsatzbedingung und sind 72 Stunden nach Erhalt gültig.
Wie sich die Umsatzbedingung rechnet
Eine Umsatzbedingung von 35x bei einem Bonus von CHF 300.- bedeutet: Bevor eine Auszahlung des Bonusgelds möglich wird, müssen insgesamt CHF 10’500.- an Spielautomaten umgesetzt werden. Bei einem angenommenen Einsatz von CHF 1.- pro Spin sind das 10’500 Spins. Bei 5 Sekunden pro Spin – einer typischen Geschwindigkeit moderner Slots – entspricht das knapp 14,6 Stunden ununterbrochener Spielzeit, real verteilt über 30 Tage. Wer mit kleinerem Einsatz spielt, verlängert die Strecke; wer mit grösserem spielt, verkürzt sie, riskiert aber schneller die eigenen Mittel.
Eine 30x-Bedingung bei CHF 700.- Bonus bedeutet CHF 21’000.- Umsatz und damit rund 29 Stunden reine Spielzeit, wenn man von demselben CHF 1.- pro Spin ausgeht. Das ist kein Wert, den ein Spieler in einer Sitzung erreicht; das ist ein Programm über Wochen. Bei Tischspielen ist der Faktor 300x – ein Bonus von CHF 100.- an Tischspielen bedeutet CHF 30’000.- Umsatz, eine Strecke, die an den Limits der meisten Tische ohnehin nicht in der Frist zu schaffen ist. Wer Autoplay nutzt, sollte verstehen, dass die Maschine hier nicht beschleunigt, sondern verlängert: Sie nimmt dem Spieler die Klicks ab, nicht den Umsatz.
Die Bandbreite über die zwei grossen Marken ist damit CHF 300.- bis CHF 700.- Bonus, 35x bis 30x Umsatzfaktor, 7 bis 30 Tage Frist. Beide Enden dieser Bandbreite führen in dieselbe Richtung: Bonusgeld ist geliehenes Geld mit einem Rückzahlungsplan, und der Plan ist lang.
Warum Freispiele ohne Umsatzbedingung das bessere Angebot sind
Die 200 Freispiele bei Mycasino.ch sind nach den Bedingungen kein Umsatzthema – Gewinne daraus sind direkt auszahlbar, sofern sie die regulären Auszahlungsregeln nicht verletzen. Bei einem Wert von CHF 0.10 pro Spin ist der maximale Brutto-Ertrag aus den Spins CHF 20.-, eine kleine Grösse. Aber es ist eine ehrliche Grösse. Bei Jackpots.ch sind die Freespins an eine Mindesteinzahlung von CHF 100.- und an ausgewählte Spiele gebunden – was als «200 Freespins» beworben wird, ist ein konditioniertes Bundle, kein freier Bonus. Wer den Wert eines Bonuspakets vergleicht, muss beide Hälften lesen.
Was hier nicht angeboten wird, ist ein Bonus ohne Bedingungen. Solche Pakete gibt es in einigen ausländischen Märkten; im Schweizer Markt, der Werbung restriktiver reguliert (Art. 74 BGS), sind sie nicht üblich. Wer einen Bonus sucht, akzeptiert eine Umsatzbedingung – die Frage ist nur, welche.
Die zehn Marken im Vergleich: Was sie auszeichnet und für wen sie passen
Die folgende Reihe geht in der Reihenfolge der ESBK-Liste, nicht in einer eigenen Rangfolge. Jeder Block beschreibt das, was die Marke im Kontext von Autoplay und Online-Spiel in der Schweiz tatsächlich ausmacht – und schliesst mit einer Einschätzung, für wen das Angebot passt und für wen nicht.
Admiral – der Neue am Markt
Admiral ist die Online-Erweiterung des Casino Mendrisio und erst seit dem 16. Juli 2025 im Netz – die jüngste Lizenzerteilung vor Casineo, das im März 2026 folgte. Was die Marke an Zahlungswegen mitbringt, deckt das Übliche ab: Visa/Mastercard, Skrill, Neteller, Paysafecard, Apple Pay und TWINT, jeweils für Ein- und Auszahlung. Über Spiele-Anzahl, Bonusprogramm oder spezifische Autoplay-Funktionen jenseits des spielseitigen Standards schweigt sich die öffentliche Kommunikation aus. Für einen Anbieter, der seit rund einem Jahr online ist, ist das nicht ungewöhnlich – wer neu ist, hat noch keinen Katalog zu bewerben. Wer eine Marke mit langer Online-Historie sucht, ist hier falsch; wer die neueste Konzession und ein frisches Angebot schätzt, bekommt beides.
Swiss4Win – der TWINT-fokussierte Auftritt
Swiss4Win ist die Online-Marke des Casino Lugano und seit März 2021 online. Der Auftritt legt erkennbar Wert auf TWINT: Einzahlungen sind ab CHF 10.- ohne Zusatzgebühren möglich, die Gutschrift erfolgt sofort nach Bestätigung in der App. Für Spielende, die ohnehin mit TWINT zahlen – also für einen grossen Teil der Schweizer Kundschaft –, ist das der reibungsloseste Einstieg am Markt. Über Spiele-Zahl, Bonus und Spielschutzinstrumente ist die öffentliche Auskunft sparsamer als bei Marken mit längerer Online-Geschichte. Wer TWINT als Standard nutzt, ist hier am besten aufgehoben; wer Kreditkarte und E-Wallet bevorzugt, findet das auch, aber ohne das gleiche Marketing-Versprechen.
Mycasino – der grösste Katalog
Mycasino, die Online-Marke des Grand Casino Luzern, ist seit August 2019 online und damit eines der älteren Häuser am Markt. Mit über 3’000 Spielen führt es den grössten Katalog, der öffentlich beziffert ist; das Live-Casino wird von Pragmatic Play, Hacksaw Gaming, Greentube und Evolution Gaming beliefert. Gebühren fallen weder für Ein- noch für Auszahlungen an, die Auszahlungsdauer liegt bei 1 bis 3 Werktagen, der Mindestauszahlungsbetrag bei CHF 10.- (darunter volle Auszahlung möglich). Der Willkommensbonus ist mit 100 % bis CHF 300.- plus 200 Freispiele moderat, der Umsatzfaktor 35x und die Freispiele sind umsatzfrei. Für Spielende, die Auswahl und Tempo schätzen, ist das die Marke mit der grössten Bandbreite – die Kehrseite ist eine Bonusmechanik, die nicht verschenkt, sondern vermessen wird.
Jackpots – der Bonus-starke Auftritt
Jackpots, online seit Juli 2019 als Erweiterung des Grand Casino Baden, wirbt mit dem höchsten Bonuspaket der Schweizer Konkurrenz: bis zu CHF 2’200.- und 200 Freespins auf vier Einzahlungen. Die Mechanik ist klassisch undurchsichtig – der Hauptteil sind 100 % bis CHF 700.- auf die erste Einzahlung, die Freespins sind an eine Mindesteinzahlung von CHF 100.- gekoppelt und nur auf ausgewählten Spielen einlösbar, und die Umsatzbedingung beträgt 30x bei Slots und 300x bei Tischspielen. Mit über 2’500 Spielen ist der Katalog gross, wenn auch nicht der grösste. Die Auszahlungswege sind auf ein Schweizer Bank- oder Postkonto beschränkt; Kreditkarte und Revolut sind ausgeschlossen. Für Spielende, die mit dem Bonuspaket planen und ein Schweizer Konto haben, ist es das ergiebigste Angebot; für alle, die mit kleineren Beträgen spielen oder ausländische Konten nutzen, ist es das nicht.
7melons – der PostFinance-starke Auftritt
7melons ist die Online-Marke des Grand Casino Bern und seit September 2020 aktiv. Die Marke hebt PostFinance mit einem Höchstbetrag von CHF 100’000.- hervor – der höchste öffentlich genannte Wert pro Methode im Feld. Daneben akzeptiert sie TWINT, Visa, Mastercard, Apple Pay und Paysafecard, jeweils ab einem Mindestbetrag von CHF 10.-. Für Spielende mit hohen Einzahlungsgewohnheiten, die PostFinance ohnehin nutzen, ist das ein klarer Vorteil; für Spielende mit kleineren Beträgen relativiert er sich, weil der Mindestbetrag gleich ist wie bei allen anderen. Über Spiele-Zahl und Bonusprogramm ist die öffentliche Auskunft knapp. Wer PostFinance als Hauptmethode nutzt und hohe Beträge bewegt, ist hier richtig; wer mit TWINT oder Kreditkarte spielt, hat keinen spezifischen Vorteil.
Casino777 – der gebührenfreie Standard
Casino777, die Online-Marke des Casino Davos, ist seit September 2019 online und wirbt mit gebührenfreien Einzahlungen über das volle Methodenspektrum: Visa, Mastercard, TWINT, Apple Pay, Paysafecard, PostFinance Card und Banküberweisung. Über Spiele-Zahl, Bonus und Spielschutzinstrumente hält sich die öffentliche Kommunikation zurück. Wer eine Marke mit klarem Konditionenversprechen sucht und keine Lust auf versteckte Gebühren hat, ist hier gut bedient; wer auf eine spezifische Spielbibliothek oder ein Bonusprogramm Wert legt, findet anderswo mehr Auskunft.
Casineo – die jüngste Lizenz
Casineo ist die Online-Erweiterung des Casino Locarno und erst seit dem 17. März 2026 online – der jüngste Eintrag in der ESBK-Liste, frisch auf den Stand der Daten. Die Marke akzeptiert TWINT, Kreditkarten und PostFinance, die Mindesteinzahlung liegt bei CHF 10.-. Mehr ist zum Zeitpunkt der Erhebung nicht öffentlich beziffert; ein so junger Anbieter hat in der Regel noch kein ausgebautes Marketing-Material, das über die Basics hinausgeht. Wer die neueste Lizenz am Markt sucht und bereit ist, sich das Angebot im Spiel zu erschliessen, ist hier richtig; wer eine Marke mit dokumentiertem Bonus- oder Spielschutzprogramm sucht, wartet besser ein Quartal ab.
Pasino – der E-Wallet-freundliche Auftritt
Pasino ist die Online-Marke des Casino Meyrin und seit November 2020 online. Es ist die breiteste Methodenliste im Feld: TWINT, Apple Pay, Visa, Mastercard, PostFinance, Paysafecard, Neteller, Skrill und Banküberweisungen, mit Mindesteinzahlung CHF 10.- und Mindestauszahlungsbetrag CHF 0.01. Der niedrige Auszahlungsmindestbetrag ist ein Detail, das für Spielende mit kleinem Guthaben den Unterschied macht: Wer unter CHF 10.- auf dem Konto hat, kann bei Mycasino.ch den vollen Rest auszahlen, bei Pasino.ch sowieso. Wer E-Wallets und viele Methoden parallel nutzt, ist hier richtig; wer ohnehin nur TWINT und Karte nutzt, hat keinen spezifischen Vorteil.
StarVegas – der breit aufgestellte Standard
StarVegas, online seit Februar 2020 als Erweiterung des Casino Interlaken, akzeptiert ein vergleichsweise breites Methodenspektrum: Visa/Mastercard, TWINT, Skrill/Neteller, Apple Pay, PostFinance, Aircash Abon und Paysafecard, mit Mindesteinzahlung CHF 10.-. Über Spiele-Zahl und Bonusprogramm gibt die öffentliche Kommunikation wenig her. Für Spielende, die mehrere E-Wallets und Karten parallel nutzen, ist das eine bequeme Auswahl; wer auf eine bestimmte Spielbibliothek oder ein Bonusprogramm Wert legt, findet anderswo mehr dokumentierte Konditionen.
Swisscasinos – der Karten-starke Auftritt
Swisscasinos, die Online-Marke des Casino Pfäffikon, ist seit September 2019 online und akzeptiert die breiteste Kartenpalette im Feld: Visa, Mastercard, Diners Club und Discover, dazu TWINT, Apple Pay, PostFinance inklusive E-Finance, Paysafecard und Banküberweisung. Für Spielende mit Diners- oder Discover-Karten, die sonst oft aussen vor sind, ist das ein konkretes Alleinstellungsmerkmal; für alle, die ohnehin mit Visa oder Mastercard zahlen, relativiert es sich. Die übrigen Bereiche – Spiele, Bonus, Spielschutz – sind öffentlich weniger dokumentiert als bei den Marken, die aktiv damit werben. Wer Diners oder Discover nutzt, hat hier die einzige Wahl; alle anderen finden gleichwertige Methoden anderswo.
Wahl nach Lesertyp: Welche Marke zu welcher Spielweise passt
Die technische Vergleichstabelle im Abschnitt «Überblick: Was Autoplay in einem Online-Casino eigentlich heisst» ordnet die zehn Marken nach Lizenz, Stammhaus und Online-Start; sie sagt nichts darüber, welcher Anbieter zu welchem Spielverhalten passt. Die folgende Lesart greift die Eigenschaften auf, die in den vorhergehenden Blöcken herausgearbeitet wurden, und ordnet sie nach Spieltypen.
Spielende, die mit kleinen Einsätzen und einem engen Budget unterwegs sind, finden bei Mycasino.ch und Pasino.ch die geringsten Reibungsverluste: keine Gebühren auf Ein- oder Auszahlung, Mindestauszahlungsbeträge, die unter CHF 10.- liegen, und ein Bonusfaktor, der mit 35x am unteren Rand des Marktes liegt. Bei Jackpots.ch ist das Bonusprogramm zwar am umfangreichsten, aber die Mindesteinzahlung für die Freespins beträgt CHF 100.- – ein Betrag, der für kleines Budget die Hürde ist.
Spielende, die TWINT als Standard nutzen, finden bei Swiss4win.ch und Jackpots.ch die klarste Kondition: gebührenfrei, sofort verarbeitet, ab CHF 10.-. Andere Marken bieten TWINT ebenfalls an, aber nicht mit derselben Hervorhebung in den Bedingungen. Wer PostFinance nutzt und mit hohen Beträgen spielt, ist bei 7melons mit dem Höchstbetrag von CHF 100’000.- am besten bedient; wer E-Wallets parallel betreibt, findet die grösste Auswahl bei Pasino.ch; wer Diners oder Discover nutzt, kommt an Swisscasinos.ch nicht vorbei.
Spielende, die mit Autoplay lange Sessions spielen wollen, sollten auf zwei Dinge achten: einen möglichst grossen Katalog – hier führen Mycasino.ch mit über 3’000 Spielen und Jackpots.ch mit über 2’500 – und einen Anbieter, der Spielschutzinstrumente aktiv anbietet. Beide Marken tun das. Wer zwischen den beiden wählt, entscheidet zwischen dem grösseren Katalog (Mycasino.ch) und dem grösseren Bonuspaket (Jackpots.ch) – beides hat seinen Preis.
Wer mit Bonus spielt, sollte die Rechnung aus dem vorhergehenden Abschnitt im Kopf behalten: 30x bis 35x Umsatz sind ein Marathon, kein Sprint, und Autoplay verkürzt ihn nicht, sondern begleitet ihn. Wer auf den Bonus verzichten kann, hat bei allen zehn Marken denselben Zugang zum Spiel – Autoplay funktioniert überall gleich, weil es vom Spiel kommt, nicht vom Anbieter.
Funktion und Mechanik: Wie Autoplay in einem Slot eigentlich arbeitet
Wer zum ersten Mal auf «Autoplay» klickt, sieht je nach Spiel ein Menü mit drei bis fünf Einstellungen: Anzahl der Spins (oft 10, 25, 50, 100 oder unbegrenzt), Einsatz pro Spin, ein Verlustlimit, bei dem die Autoplay stoppt, ein Single-Win-Limit, bei dem die Autoplay nach einem grossen Treffer anhält, und manchmal ein Limit für die Bonus-Funktion, also die Anzahl der Freispiel-Runden, nach denen Autoplay abbricht. Diese Limits sind nicht Spielerei – sie sind das Einzige, was zwischen einer kontrollierten und einer unkontrollierten Sitzung steht.
Die Mechanik ist unabhängig vom Anbieter gleich, weil sie im Spiel selbst steckt. Ob Jackpots, Mycasino oder Admiral – das Autoplay-Menü sieht in einem Pragmatic-Play-Slot identisch aus. Der Anbieter entscheidet nicht darüber, ob ein Spiel Autoplay anbietet; er entscheidet darüber, welche Spiele er in seinen Katalog aufnimmt. Damit ist Autoplay in erster Linie eine Wahl über den Spielhersteller und in zweiter Linie eine Wahl über die Marke – wer ein bestimmtes Spiel mit Autoplay will, sucht zuerst das Spiel und dann die Marke, die es führt.
Bei einigen Spielen ist Autoplay in der Schweiz eingeschränkt – etwa bei Slots, die vom Spielhersteller selbst für den Schweizer Markt angepasst wurden, etwa mit tieferen Maximaleinsätzen. Das ist kein Schweizer Spezifikum, sondern Teil der Sozialkonzepte: Der Anbieter kann einzelne Spiele so konfigurieren, dass Autoplay nur bis zu einem gewissen Einsatz oder einer gewissen Anzahl Runden läuft. Wer das in einem bestimmten Spiel vermisst, sollte prüfen, ob das Spiel in einer Schweizer Version vorliegt.
Ein letzter Punkt, der oft übersehen wird: Autoplay ist kein Schnellspiel. Die meisten Slots haben eine fixe Animationsdauer pro Spin, und Autoplay beschleunigt sie nicht. Wer zwischen Autoplay und manuellem Klick wechselt, wechselt nur die Klick-Frequenz, nicht die Spielgeschwindigkeit. Wer schneller spielen will, sucht nach Slots mit Turbo-Modus – und der ist wiederum eine Spieleigenschaft, keine Anbietereigenschaft.
Besteuerung von Gewinnen: Was die Schweiz davon zurückbehält
Gewinne aus einem Schweizer Online-Casino sind steuerfrei bis zu einem Schwellenwert, der jährlich indexiert wird. Für das Jahr 2026 liegt dieser Schwellenwert nach gängiger Berechnung bei rund CHF 1’070’000.-; darunter fällt keine Einkommenssteuer an, darüber 35 % Verrechnungssteuer auf den übersteigenden Betrag. Das ist die Faustregel – im konkreten Einzelfall entscheidet das kantonale Steueramt, nicht das Casino.
Gewinne aus einem ausländischen Anbieter sind ab dem ersten Franken einkommenssteuerpflichtig, unabhängig von der Höhe. Das ist die Konsequenz, die in der Einleitung angedeutet wurde: Wer auf einer gesperrten ausländischen Seite spielt, gewinnt steuerlich nichts und verliert den Schutz des Schweizer Rechts dazu. Die Sperrliste wird regelmässig aktualisiert; eine Marke, die heute noch erreichbar scheint, kann morgen per DNS-Block gesperrt sein, ohne dass die Spielenden vorher informiert werden.
Wer auf einer der zehn lizenzierten Marken spielt, sollte die Gewinne aus grossen Sessions trotzdem dokumentieren – nicht für die Steuer, sondern für den Fall, dass die Bank oder das Steueramt nachfragt. Bei kleineren Beträgen unterhalb der Schwelle ist das in der Regel nicht nötig. Diese Einschätzung ersetzt keine Steuerberatung; sie ist eine Lesehilfe, keine Auskunft.
Sperrliste und ausländische Angebote: Was im Hintergrund passiert
Die ESBK-Sperrliste ist nicht spekulativ – sie ist ein operativ durchgesetztes Verzeichnis von Domains, die in der Schweiz nicht zugänglich sein sollen. Die Netzbetreiber sind verpflichtet, die Liste technisch umzusetzen; ein Zugriff aus einem Schweizer Netz endet in der Regel auf einer Stopp-Seite, nicht auf der eigentlichen Casino-Seite. Das ist der Grund, warum viele grosse internationale Marken für Schweizer Spielende gar nicht erreichbar sind – nicht, weil sie sich verweigern, sondern weil der Zugang gesperrt ist.
Die Sperre ist eine Massnahme gegen den Anbieter, nicht gegen den Spielenden. Die ESBK stellt klar, dass Spielende «auf eigenes Risiko» spielen, wenn sie über technische Umgehungen – VPN, ausländische SIM, ausländisches Netz – auf gesperrte Seiten zugreifen. Strafrechtlich verfolgt wird der Anbieter, nicht die einzelne Person. Praktisch bedeutet das: Wer auf einer gesperrten Seite spielt, hat keine Schweizer Spielsperre, die auf der Seite greift, keine Schweizer Aufsicht bei Streit, und keine Steuerfreiheit auf Gewinne. Das ist der Preis des Bypasses – er ist konkret, auch wenn er nicht eingefordert wird.
Was diese Architektur für die zehn lizenzierten Marken bedeutet: Sie haben faktisch ein Monopol auf legales Online-Glücksspiel in der Schweiz. Das ist kein Zufall und kein Marktversagen – es ist die Logik des Geldspielgesetzes. Wer in der Schweiz spielen will, spielt bei einer dieser zehn oder gar nicht.
Häufig gestellte Fragen
Ist «online casino mit autoplay» in der Schweiz legal?
Ja, aber nur auf den zehn Domains, denen die ESBK eine Online-Erweiterung ihrer landbasierten Konzession erteilt hat. Jede andere Seite ist nach dem Geldspielgesetz nicht zugelassen und wird auf der Sperrliste geführt; der Zugriff aus Schweizer Netzen ist gesperrt. Autoplay selbst ist eine Spielfunktion, kein rechtlicher Sonderfall – sie ist auf allen lizenzierten Häusern verfügbar, weil sie Teil der Slots ist, die von den Studios geliefert werden.
Woran erkenne ich ein von der ESBK lizenziertes Online-Casino?
Am einfachsten über die öffentliche Liste der ESBK. Wer dort mit Domain und Lizenzdatum auftaucht, ist lizenziert; wer nicht auftaucht, ist es nicht. Jede seriöse Marke verweist zudem auf ihrer Seite auf die ausstellende Behörde und die Konzessionsnummer. Wer unsicher ist, geht zur Liste und prüft die Domain, statt einer Werbeaussage zu vertrauen.
Wie funktioniert eine Spielsperre in der Schweiz?
Eine Spielsperre wird bei einer der zehn Marken beantragt – sie gilt automatisch bei allen konzessionierten Spielbanken in der Schweiz und in Liechtenstein. Die Aufhebung ist frühestens nach drei Monaten möglich und nur, wenn der ursprüngliche Grund nicht mehr besteht. Für die Beantragung verlangen die Marken einen gültigen amtlichen Ausweis; anonymes Spielen ist auf diesem Weg ausgeschlossen.
Sind Casino-Gewinne in der Schweiz steuerfrei?
Gewinne aus einem Schweizer Online-Casino sind bis zu einem jährlich indexierten Schwellenwert steuerfrei; für 2026 liegt er in der Grössenordnung von CHF 1’070’000.-. Darüber fallen 35 % Verrechnungssteuer an. Gewinne ausländischer Anbieter sind ab dem ersten Franken steuerpflichtig, unabhängig von der Höhe. Für den konkreten Fall ersetzt das keine Steuerberatung.
Welche Zahlungsmethoden bieten Schweizer Online-Casinos an?
Der Kern ist über alle zehn Marken ähnlich: TWINT, PostFinance, Kreditkarten von Visa und Mastercard, Apple Pay, Paysafecard und Banküberweisung. Einzelne Marken erweitern das Spektrum – Pasino um Skrill und Neteller, Swisscasinos um Diners Club und Discover, StarVegas um Aircash Abon. Auszahlungen gehen bei den meisten Marken nur auf ein Schweizer Bank- oder Postkonto, das auf den eigenen Namen lautet.
Verfasst vom Team von „Casino Mobil Hub”.
